
Jahrhundertwerk - Wer Heidegger liest, der begreift erst richtig, daß das Sein des Seiendeninsofern Seiendes ist als das Seiende innerhalb des Seins wiederum Sein hervorbirgt. Das Entgrenzende ist somit das je Gemeinte innerhalb des Nicht-Gemeinten, was aber wiedrerum das Seinde entbirgt. Das somit als man bezeichnete indefinite Sein ist ontologisch betrachtet dem Seienden die Quelle des Soseins im Seienden ansich.Dank an Heidegger für diese Erkenntnis.
Selbstdarstellung gepaart mit Hypergenialität ???? - Man(n) möge mich prügeln und mir vorwerfen aufgrund des neu erfundenen Sprachduktus von Heidegger nicht in der Lage zu sein etwas zu verstehen.Sicherlich ein ganz gewaltiges Buch über das Sein, den Sinn des Sein des Seins und des( ewig ) Seiendem und der Angst vor dem Tod. Mir stellt sich allerdings immer wieder die Frage bin ich ein dummer Rookie oder hätte man dies nicht auch allgemein verständlicher Schreiben können ????. Hier wird für mich Sprache auf dem höchsten geistigen Niveau teilweise vergewaltigt. Nun wer Heidegger s Leben studiert ( Hannah Arendt etc. ) weiß auch bei aller Genialität, daß er nur ein Sterblicher gewesen ist, der sich seines Könnens bewusst war und vielleicht grad deshalb über den Sprachstil seinen sicherlich verdienten philosophischen Ruhm gezielt genährt und dadurch gemehrt haben könnte.
Erhabene Größe - An den bisherigen negativ-kritischen (warum nicht?) bis völlig substanzlosen Rezensionen zeigt sich wiederum, warum so wenige Menschen Philosophie studieren: Weil die meisten leider nur süffig konsumieren wollen ! Sie bedenken dabei leider nicht, dass ein Werk wie Sein und Zeit über Jahre erarbeitet werden will, es der tiefschürfenden Auseinandersetzung bedarf.Dass Heidegger nicht einfach zu verstehen ist, ist unbestritten, hier setzt die umfangreiche Kommentarliteratur an. Schließlich kann man Wittgenstein auch nicht vom Blatt lesen, was ja auch niemand ernsthaft erwartet. Unser Mann aus Meßkirch hat ein monumentales Werk in die Welt gesetzt, dessen Tragweite für die kommenden Jahrhunderte bisher noch nicht einmal im Ansatz erforscht ist. Sartre hat das erkannt.
Oa Mordsgaudi - Um es vorweg zu sagen: Heidegger ist derjenige unter den Philosophen, den ich immer am meisten mochte. Wenn es einen gibt, der die Möglichkeiten des menschlichen Verstandes bis zum Ende ausgelotet hat, so ist es er - und Sein und Zeit ist das Meisterwerk. Weiter als auf 400 Seiten liebevoll das Wesen des Seins im Sein des gezeitigten Jetzt zu untersuchen und daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dass das Sein im Jetzt anwesend ist, kann man wohl nicht gehen. Nach Heidegger sehen alle Philosophen nur aus wie katholische Sonntagsschuljungens im Vergleich zum größten Schläger am Ort. Und: Heidegger ist witzig - wer es vermag, das komödiantische Element im Ergebnis vierzigjährigen Schaffens an der Obergrenze des menschlichen Verstandes zu erkennen und herzhaft darüber zu lachen, dass der Verstand nach allen Irrungen und Wirrungen doch wieder nur an seinen Ausgangspunkt zurückkehrt, der kann erkennen, dass eigentlich das Sein und das Leben an sich doch eine Mordsgaudi ist, die genossen werden sollte, statt sich grüblerisch in ihr zu verlieren. In diesem Sinne - Danke, Martin!
Was kann man mit Sein und Zeit anfangen? - Mancher Leute, sogar grösse Wissenschaftler, sagen dass Sein und Zeit ist ein Buch mit dem man nichts anfangen kann. Und was eigentlich geschieht, ist das Sie keine Intelligenz um Sein und Zeit anfangen zu lesen haben.Mit Sein und Zeit können etwas anfangen, jene die im Fragenkönnen den ganzen Adel seines Daseins sehen